Naturkundliche Exkursion zur Huntequelle und zu den Saurierspuren in Barkhausen

„Zu den schönsten Eindrücken, die der Landschaftsfreund auffangen kann, gehört das Erwandern eines Bachoberlaufs hinauf bis an die Quelle“, so schreibt Matthias Brinkmann 1951 im Heimatbuch für den Landkreis Osnabrück. Davon konnten sich etwa dreißig Teilnehmer an der naturkundlichen Exkursion im frühherbstlichen Wald überzeugen. Vor 25 Jahren wurden noch zwölf Stellen gefunden, an denen das Wasser der Hunte aus der Erde fließt. Je nach Niederschlagsmenge können es jetzt aber weniger sein. Auf Anregung der Biologischen Schutzgemeinschaft Hunte-Weser-Ems (BSH) fand die Exkursion gemeinsam mit dem Landeswanderverband Niedersachsen, dem WGV und der BSH statt. WGV-Naturschutzwart Prof. J. Härtling gab Erläuterungen zur Hunte, der Quelle und ihrer Vegetation, zur Hydrologie und der Wasserqualität. Das Quellgebiet der Hunte liegt rund 170 Meter über NN. Zunächst nach Osten fließend, durchbricht der Fluss bei den Saurierfährten das Wiehengebirge in die Norddeutsche Tiefebene und unterquert auf seinem Weg zum Dümmersee bei der Burg Wittlage den Mittellandkanal. Früher Angelbeke genannt, war der Fluss hier einmal Grenze zwischen den Bistümern Osnabrück und Minden. Nördlich des Dümmer wird die Wildeshauser Geest durchflossen. In Oldenburg nimmt die Hunte den Küstenkanal auf, wird für Seeschiffe befahrbar und mündet nach 187 Kilometern, nun rund 60 Meter breit, und den Gezeiten unterworfen, etwa zwei Meter über NN bei Elsfleth in die Weser.

 

  Naturschutzwart Frank Bludau lieferte Informationen zu Gehölzen und zu allem, was Flügel hat. Der Weg zur Huntequelle und zurück zum Parkplatz war 4.3 Kilometer lang. Nach einer Einkehr beim Bergwirt Pöhler ging es nachmittags auf kurzem Wege zu den Saurierspuren in Barkhausen, dabei konnte man neben der Entstehung der Spuren auch etwas über die Geologie und Entstehungsgeschichte des Osnabrücker Berglandes erfahren. WGV-Präsident Ulrich Gövert dankte beiden Referenten für die kompetente und sehr informative Führung, man habe viel Neues erfahren können.

 

 Text: Franz Buitmann