Pflege von Brauchtum und Heimat

Der Begriff Heimat ist keine geographische Ortsbezeichnung. Das Wort steht vielmehr für alles, was den Bürger mit seinem Lebensraum verbindet, seiner Geschichte, Kultur, Umwelt und auch den Mitmenschen. Dienst an der Heimat bedeutet Bewahren und Pflegen der überkommenen Werte sowie der Natur- und Kulturlandschaft.

 

Der Wiehengebirgsverband und seine Mitgliedsvereine bemühen sich hierbei in vielfältiger Weise; beispielhaft sind zu nennen: Errichtung und Unterhaltung von Museen, Laienspiel - auch in plattdeutscher Sprache - , Volkstanz, Aufbereitung von Orts- und Familienchroniken, Denkmalpflege usw. Zur Heimatpflege gehört aber auch, Voraussetzungen zu schaffen, daß der Bürger seine heimatliche Welt kennenlernen und erleben kann. Keine noch so überzeugende Darstellung in Wort, Schrift oder Bild kann dem Menschen auch nur annähernd in gleicher Intensität die landschaftlichen und kulturellen Schönheiten seiner Heimat nahebringen wie der Fußweg.

 

So sind die Betreuung und Zeichnung von Wanderwegen, die Anlage von Rastplätzen, der Bau von Schutzhütten besonders wirkungsvolle wie insbesondere auch zeitgemäße Dienste an der Heimat. Die Anliegen und Ziele des Wiehengebirgsverbandes kommen dem Bürger unseres Landes, der bedrohten Umwelt und der Heimat zugute. Die Arbeit des Verbandes ist also im wahrsten Sinne des Wortes gemeinnützig. Die erbrachten Leistungen wären nicht möglich, wenn sich nicht immer wieder Menschen aller Altersstufen und aus allen Schichten der Bevölkerung bereit finden würden, sich ehrenamtlich einzusetzen.

 

Der Stadt Osnabrück - Sitz unseres Verbandes - gebührt Dank und Anerkennung für die vorbildliche Unterstützung der gemeinnützigen Anliegen des Wiehengebirgsverbandes.


Wilhelm-Fredemann-Gedächtnispreis an Klemens Mehmann aus Grafeld

Foto: Erika Schwietert

Die Pflege und der Erhalt der platttdeutschen Sprache ist auch dem
Wiehengebirgsverband ein grosses Anliegen. Und so folgte Präsident
Ulrich Gövert gerne der Einladung des Kreisheimatbundes Bersenbrück und
des Heimatbundes Osnabrücker Land zur Preisverleihung 2018 an Klemens
Mehmann aus Grafeld (Gemeinde Berge) im nördlichen Osnabrücker Land.
Seit vielen Jahren leitet Klemens Mehmann die Plattdeutsch-AG der
Grundschule Grafeld und ist verantwortlich für das plattdeutsche
Schrifttum des örtlichen Heimatvereins. Gemeinsam überreichten die
Vorsitzenden Franz Buitmann und Jürgen-Eberhard Niewedde im Beisein
vieler Gäste die Ehrenurkunde. In seiner Laudatio würdigte Franz
Buitmann die Verdienste des Preisträgers, der sich um die plattdeutsche
Sprache verdient gemacht hat. Namensgeber des Preises ist Wilhelm
Fredemann (1897 - 1984) aus Neuenkirchen bei Melle. Dieser hat sich als
Lehrer und Schriftsteller besonders für das Plattdeutsche engagiert. Der
nach ihm benannte Preis wurde erstmals schon zu seinen Lebzeiten verliehen.

44. Historischer Markt in Bad Essen

Vom 24. bis 26. August fand in unserem Gründungsort Bad Essen der 44. Historische Markt statt und lockte mit altertümlichen Handwerk und volkstümlichen bunten Marktprogramm wieder zahlreiche Besucher. Diese können in die Zeit von 1850 bis 1950 eintauchen und erfüllen den Wunsch
der Veranstalter, wenn sie in der Kleidung dieser Zeit kommen, um den Reiz und das besondere Flair zu bewahren.
Auch der Wiehengebirgsverband wird immer zur Eröffnung des Marktes eingeladen. Und wie seine Amtsvorgänger nahm auch Präsident Ulrich
Gövert mit seiner Frau Maria teil - natürlich in historischer Kleidung: Sie im Habit der frommen Frauen, in einem sogenannten Höllenfensterkleid, und er als Bauer "in de Arrentiet" mit Strohhut,
strohbandgegürtelter Hose, Holzschuhen und "Bick", eine Art Picke zum Bündeln der gemähten Getreidehalme mit Ähren. Es war ein tolles Fest und
eine  überaus gelungenen Veranstaltung und hierzu gratuliert der WGV ganz herzlich.

 

Foto: WGV

Plattdeutsch auf der Landesgartenschau Bad Iburg



Ein plattdeutscher Poetry Slam auf der LaGa - wie geht das denn? Es geht und war prima. Der Heimatverein Glandorf "Kultour-Gut!" hatte eingeladen unnd so konnte Moderator Frank Niermann sechs Poeten zu dieser speziellen Variante des Dichterwettstreits und rund 150 Zuschauer vor der Bühne begrüßen. Plattdeutsch ist eine Sprache mit vielen Facetten und so waren die recht unterschiedlich gesprochenen Beiträge durchaus eine Herausforderung für Zuhörer und Jury. Diese hatte es angesichts der hervorragenden jeweils auf sechs Minuten begrenzten Vorträge nicht einfach. Letztlich sicherte sich Gerda Zirbes aus Lengerich den ersten Platz mit ihren Reflexionen über Poetry Slam an sich und im zweiten Teil über den Nutzen von Aerobic, ein gestylter Körper, auf dem man Nüsse knacken kann. WGV-Präsident Ulrich Gövert aus Eggermühlen, ein bekennender Plattdeutsch-Fan, erreichte Platz zwei mit der Schilderung von Eindrücken und Erlebnissen auf der Fahrt über den Penter Knapp und Osnabrück nach Bad Iburg. Renate Berger aus Bohmte kam auf den dritten Platz mit einer Räubergeschichte über die blutige "Sage vom Mordkuhlenberg", die in den Dammer Bergen spielt. Die 12jährige Finja Upmann aus Glane war die weitaus jüngste Poetin und trug die Geschichte eines Geldtransportes aus Rinder- und Schweineverkäufen durch einen listigen Bauern souverän vor. WGV-Präsident Ulrich Gövert freute sich über die Teilnahme der Schülerin und zollte ihr am Rande der Veranstaltung Respekt und Anerkennung, denn es zeige, dass auch die Jugend durchaus Interesse an der plattdeutschen Sprache habe. Und letztlich sei diese Veranstaltung ein wertvoller Beitrag zur Plattdeutschförderung.

 

Bildunterschrift: (v.l.) Finja Upmann, mit 12 Jahren die jüngste Teilnehmerin, Auf dem 1. Platz Gerda Zirbes (3. v.l.), 3. Platz Renate Berger (4. v.l.) 2. Platz Ulrich Gövert (5. v.l.) und Moderator Frank Niermann

Foto WGV / Maria Gövert

 

 

 

 

Wat Lüninge, Lusemeilen un Wannewupps sin, dat kinnt jede, ower dat is was Niäs:

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