Pflege von Brauchtum und Heimat

Der Begriff Heimat ist keine geographische Ortsbezeichnung. Das Wort steht vielmehr für alles, was den Bürger mit seinem Lebensraum verbindet, seiner Geschichte, Kultur, Umwelt und auch den Mitmenschen. Dienst an der Heimat bedeutet Bewahren und Pflegen der überkommenen Werte sowie der Natur- und Kulturlandschaft.

 

Der Wiehengebirgsverband und seine Mitgliedsvereine bemühen sich hierbei in vielfältiger Weise; beispielhaft sind zu nennen: Errichtung und Unterhaltung von Museen, Laienspiel - auch in plattdeutscher Sprache - , Volkstanz, Aufbereitung von Orts- und Familienchroniken, Denkmalpflege usw. Zur Heimatpflege gehört aber auch, Voraussetzungen zu schaffen, daß der Bürger seine heimatliche Welt kennenlernen und erleben kann. Keine noch so überzeugende Darstellung in Wort, Schrift oder Bild kann dem Menschen auch nur annähernd in gleicher Intensität die landschaftlichen und kulturellen Schönheiten seiner Heimat nahebringen wie der Fußweg.

 

So sind die Betreuung und Zeichnung von Wanderwegen, die Anlage von Rastplätzen, der Bau von Schutzhütten besonders wirkungsvolle wie insbesondere auch zeitgemäße Dienste an der Heimat. Die Anliegen und Ziele des Wiehengebirgsverbandes kommen dem Bürger unseres Landes, der bedrohten Umwelt und der Heimat zugute. Die Arbeit des Verbandes ist also im wahrsten Sinne des Wortes gemeinnützig. Die erbrachten Leistungen wären nicht möglich, wenn sich nicht immer wieder Menschen aller Altersstufen und aus allen Schichten der Bevölkerung bereit finden würden, sich ehrenamtlich einzusetzen.

 

Der Stadt Osnabrück - Sitz unseres Verbandes - gebührt Dank und Anerkennung für die vorbildliche Unterstützung der gemeinnützigen Anliegen des Wiehengebirgsverbandes.


Up Platt

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WGV-Präsident als Poetry Slammer

Gemeinsam hatten Heimat- und Kulturverein Bissendorf zum 1. Bissendorfer Plattdeutschen Poetry Slam (dt.: Dichterwettstreit) eingeladen. Sieben Kandidaten trugen in 6 Min. eigene Texte vor, die von der siebenköpfigen Jury nach Text, Vortrag und Bühnenpräsenz von 1-10 bewertet wurden.
Unser  Präsident Ulrich Gövert ist ein großer Förderer der plattdeutschen Sprache und nahm an diesem Wettbewerb teil. Der Auslosung entsprechend  musste er als erster nach vorn und sprach über etwas, mit dem er sich gut auskennt: “Kien Tiet” war sein gereimter Vortrag.  Ohne Heimvorteil heimste er 52 Punkte ein, ein achtbares Ergebnis, das aber nicht zum Sieg ausreichte. Der Gewinner Helmut Broxtermann aus Osnabrück beeindruckte mit einem freien Vortrag, für den er 63 Punkte erhielt. Man kann gespannt sein, ob sich diese neue Form fürs Plattdeutsche durchsetzt. Auf der Landesgartenschau in Bad Iburg wird es einen neuen Versuch geben am 27.7.2018.
Helga Hartmann-Pfeiffer